Hepke stellt AWO-Forderungen für das Jahr 2018 vor

 
 

Verden/Landkreis (hm). Fritz-Heiner Hepke, Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO), hat in einem Ausblick auf das Jahr 2018 die wichtigsten AWO-Forderungen an eine neue Bundesregierung und die demokratischen Parteien im Deutschen Bundestag vorgestellt. Dazu erklärte der AWO-Kreisvorsitzende und SPD-Sozialexperte Hepke im Pressedienst der Kreis-AWO:

 

"Trotz der guten Ausgangslage, einem kräftigen Wirtschaftswachstum, steigenden Steuereinnahmen und niedrigen Arbeitslosenzahlen steigt in Deutschland die Zahl der armen Kinder und armen alten Menschen. Dass es in vielen Städten und Gemeinden kaum noch bezahlbaren Wohnraum gibt, verschärft die Situation insbesondere für Familen. Im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger fordert der AWO-Kreisverband deshalb dringend Reformen, die eine weitere soziale Spaltung der Gesellschaft verhindern", so Fritz-Heiner Hepke zur Ausgangslage.

Zu den AWO-Kernforderungen zählen nicht nur ausreichende Investitionen in zukunftsorientierte Familienleistungen, qualitative Betreuungsangebote und den Sozialstaat an sich, wir müssen auch verstärkt bezahlbaren Wohnraum schaffen und die Mietpreisbremse im Sinne einer Verschärfung konkretisieren. Auch die aus der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt folgenden Herausforderungen müssen wir annehmen, damit der Zugang zu Bildung, Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe für alle sichergestellt ist, unterstreicht der AWO-Kreisvorsitzende.

Darüberhinaus fordert die AWO, so Hepke weiter, die Einführung einer Bürgerversicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung. In diesen Bereich müssen nach Auffassung der AWO alle Bürgerinnen und Bürger schrittweise in die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung einbezogen werden. Außerdem müssen alle Einkommensarten verbeitragt und die Bemessungsgrenze auf das Nieveau der gesetzlichen Rentenversicherung angehoben werden.

In Sachen Integration und Asyl steht die AWO für einen uneingeschränkten Familiennachzug auch für subsidär geschützte Menschen. Ferner spricht sich die AWO für ein zukunftsorientiertes Einwanderungsgesetz aus, so Hepke, welches über eine reine Fachkräftesicherung hinausgeht und die Rahmenbedingungen für das Zusammenleben aller in unserer Gesellschaft regelt. Letztlich muss das Ziel für unsere Gesellschaft mehr Verteilungsgerechtigkeit sein, betont der AWO-Kreisvorsitzende und Sozialdemokrat Hepke. Dafür muss Armut ent-schlossener bekämpft sowie hohe Einkommen und Vermögen stärker besteuert werden. Insbesondere die Grundsicherungs- und Sozialhilfeleistungen müssen realitätsgerecht bemessen und Kinderarmut nachhaltig, zielgerichtet und befriedigend bekämpft werden.

Weiter weist Hepke daraufhin, dass die AWO im Jahr 2019 bereits 100 Jahre alt wird.Sie kann damit auch im Landkreis Verden auf ein langjähriges sozialpolitisches Engagement zurückblicken und hat sich dabei stets für die Überwindung von sozialen Problemen in unserer Gesellschaft stark gemacht. Die sozialen Dienstleistungen des AWO-Kreisverbandes und der AWO-Ortsvereine vor Ort erbringen jeden Tag einen wichtigen Beitrag dafür, dass soziale Ungerechtigkeiten ausgeglichen werden und Menschen eine Chance auf Teilhabe bekommen. In diesem Sinne wird die AWO auch künftig eine verlässliche Partnerin für alle gesellschaftlich relevanten demokratischen Gruppen und Institutionen für soziale Gerechtigkeit und für die Verwirklichung eines demokratischen und sozialen Rechtsstaates sein, erklärt Hepke abschließend.

 


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