Dietmar Teubert: Beschäftigte an guter wirtschaftlicher Entwicklung teilhaben lassen

Dietmar Teubert

 

Verden/Landkreis (hm). Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärte der Kreisvorsitzende der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Landkreis Verden (AfA), Dietmar Teubert, am Mittwoch im Pressedienst der Kreis-SPD:
„2017 war ein gutes Jahr am Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken. Im Gesamtjahr 2017 waren im Schnitt 2,533 Millionen Menschen ohne Job - und damit knapp 160.000 weniger als im Vorjahr. Auch wenn im

 

Dezember jahreszeitlich bedingt die Arbeitslosigkeit leicht angestiegen ist, ist diese Entwicklung erfreulich."

In einem Ausblick auf das Jahr 2018 fordert SPD-Arbeitsmarktexperte Teubert, der auch Verdi-Kreisvorsitzender ist: "Jetzt geht es darum, möglichst alle Beschäftigten an der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland partizipieren zu lassen, nicht nur die Aktionäre. Dazu gehört, dass die Arbeitgeber sowohl in den Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie als auch in den anstehenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst sowie in den sonstigen bevorstehenden Tarifrunden den Forderungen der Gewerkschaften nachkommen und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen.

Darüber hinaus muss die Politik endlich handlungsfähig werden um die nach wie vor hohe Langzeitarbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen. Dazu gehören massive Investitionen in Weiterbildung und Qualifizierung. Die Unternehmen, die den Fachkräftemangel beklagen, müssen selbst verstärkt in Ausbildung investieren. Gute Fachkräfte wachsen nicht auf den Bäumen. Die Arbeitgeber haben den Fachkräftemangel, den sie jetzt beklagen, in den letzten Jahren teilweise selbst verschuldet“, rügt Sozialdemokrat und Gewerkschafter Dietmar Teubert.

Der AfA-Kreisvorsitzende begrüßte hingegen, dass mit dem Jahreswechsel die letzten Ausnahmen beim gesetzlichen Mindestlohn ausgelaufen sind. Seit 1. Januar 2018 erhalten nun auch Zeitungszustellerinnen und -zusteller einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro pro Stunde.

Daneben gibt es auch bei den Branchenmindestlöhnen Bewegung. Der Mindestlohn für Pflegekräfte steigt auf 10,55 Euro (West inkl. Berlin) und 10,05 Euro (Ost) pro Stunde. Im Elektrohandwerk (Montage) liegt die Lohnuntergrenze künftig bundesweit bei 10,95 Euro. „Das stärkt die Binnennachfrage und wird zu einer weiteren Verstetigung des wirtschaftlichen Aufschwungs beitragen“, ist sich Teubert sicher..

 


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