SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik setzt sich angesichts der derzeitigen gesellschaftlichen Situation in Deutschland für eine Stärkung und Ausweitung der politischen Bildung in möglichst allen gesellschaftlichen Bereichen ein.

"Die immer komplexer werdenden Krisen und Konflikte in der Welt und ein immer schneller werdender gesellschaftlicher Wandel führen zu einer zunehmenden großen Verunsicherung der Menschen. Viele fühlen sich abgedrängt oder können die rapiden Veränderungen ihres sozialen Umfeldes kaum noch nachvollziehen oder verstehen. Das sorgt für Ängste in der Bevölkerung, die Populisten gerne aufgreifen und zur eigenen Profilierung nutzen", gibt Michallik zu bedenken.

"Gesellschaft und Politik stehen deshalb vor der großen Herausforderung, die Menschen in ihrer Unsicherheit nicht allein zu lassen. Dazu ist es unter anderem notwendig, die Bedenken und Probleme der Bürgerinnen und Bürger zu verstehen und gleichzeitig Lösungsansätze glaubwürdig und plausibel zu vermitteln. Manchmal sind Ängste aber diffus, weil auch die Ursachen dafür nicht ganz durchblickt werden. So fällt es manchem schwer, die Gründe dafür zu artikulieren. Wir beobachten deshalb auch mit Sorge, dass sich die Menschen zunehmend von den seriösen politischen Kräften entfremden und sogar die Demokratie in Frage stellen", schreibt der SPD-Kreisvorsitzende weiter.

Aus all diesen Gründen kommt Bernd Michallik zu der Feststellung, dass politische Bildung nie wichtiger und notwendiger war als heute. Deshalb ist es auch enorm wichtig, dass in Niedersachsen auf Initiative von ROT-GRÜN die Landeszentrale für politische Bildung wiederbelebt worden ist. Es muss unser aller Anliegen sein, auf Bundes- und auf Landesebene das Engagement in der politischen Bildung zu stärken und mehr Ressourcen dafür bereitzustellen, damit den populistischen Aktivitäten etwas entgegengesetzt wird.

Der SPD-Kreisvorsitzende betont weiter, dass "politische und gesellschaftliche Institutionen notwendig sind, gerade um in einer heterogenen Gesellschaft Solidarität, Zusammenhalt, Toleranz und Gemeinsinn zu schaffen".

Bernd Michallik weist daraufhin, dass die Bildungspolitiker der SPD in Land und Bund deshalb den Strategieansatz "Politische Bildung für alle" entwickelt haben. Diese Strategie zielt darauf ab, diejenigen Bevölkerungsgruppen zu erreichen, die nicht über die traditionellen Wege den Zugang zur politischen Bildung finden. Dazu muss man sich schlichtweg eingestehen, dass prekäre soziale Verhältnisse, gesellschaftliche Ungleichheit und geringe politische Teilhabe zusammen hängen.

Für die Glaubwürdigkeit der politischen Bildungsarbeit sei es auch enorm wichtig, meint Michallik abschließend, dass die vielfältigen Akteure der politischen Bildung die deutsche Vielfältigkeit real widerspiegeln und sich dementsprechend aus neuen Deutsche, Alten, Jungen, Azubis, Studierenden, Angestellten, Arbeitern, Muslimen, Christen, Juden, Frauen, Männern, Transgendern, Menschen mit Beeinträchtigungen und ohne zusammensetzen.