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Wasserstoffprojekt der EWE in Huntorf Foto: SPD
Wasserstoffprojekt der EWE in Huntorf

17. Juni 2022: Blick über den „Tellerrand“: Mit Liebetruth Energiespeicher für Wasserstoff besichtigt

Mit dem Wasserstoffprojekt „Energiewende zum Anfassen“ der EWE in Huntorf haben Interessierte aus Achim, der Samtgemeinde Thedinghausen und der Gemeinde Kirchlinteln auf Einladung der heimischen SPD- Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth gemeinsam mit Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt sowie Daniel Moos und Martin Balkausky von der Stadt Achim einen Leuchtturm für die Energieversorgung der Zukunft besichtigt.

Das Wasserstoffprojekt der EWE befindet sich auf dem Gasspeichergelände in Huntorf, das die Gäste ebenfalls kennenlernten. Es verfügt über sieben Kavernen und soll in Zukunft auch für die Speicherung von Wasserstoff genutzt werden. Die EWE hatte das Thema Wasserstoff bereits 2018 zur strategischen Priorität erklärt.

Nach einer Besichtigung der vorhandenen Gasspeicherinfrastruktur erläuterte der EWE Wasserstoffbotschafter Paul Schneider anschaulich die gesamte Prozesskette von der Erzeugung bis hin zum Einsatz von grünen Wasserstoff: Die Energie wird aus erneuerbaren Energien, vor allem Wind, erzeugt, mittels Elektrolyseuren in Wasserstoff umgewandelt, über die Kavernenspeicher bedarfsgerecht strukturiert und dann möglichst über die Bestandsinfrastruktur transportiert, bevor er für die Anwendung zur Verfügung steht. Dörte Liebetruth: „Um den Landkreis Verden klimaneutral machen zu können, werden wir auch auf grünen Wasserstoff zur Speicherung erneuerbarer Energien angewiesen sein. Grüner Wasserstoff wird wichtig werden, um Arbeitsplätze bei uns in der Region zu sichern und neue zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Deswegen kommt jetzt darauf an, auf allen politischen Ebenen die Weichen in Richtung grünen Wasserstoff zu stellen.“

Bislang wird der in Huntorf erzeugte grüne Wasserstoff nur bei werkseigenen brennstoffzellenbetriebenen Elektrofahrzeugen (Fuel Cell Electric Vehicle) eingesetzt. Vorbehaltlich eines positiven Förderbescheides plant die EWE perspektivisch das Stahlwerk in Bremen zur Produktion von „grünem Stahl“, sowie den Bahnverkehr- und Schwerlastverkehr in und um Oldenburg, leitungsgebunden zu versorgen. In dem Zusammenhang kann ein signifikanter Anteil des Energiebedarfes des Stahlwerkes mit grünem Wasserstoff gedeckt werden. Paul Schneider machte darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, Erneuerbare Energien wie die Windkraft im Norden zur systemdienlichen Produktion von grünem Wasserstoff zu verknüpfen, um in großem Stil die Energiewende voranzubringen.

Wasserstoffprojekt der EWE in Huntorf Foto: SPD
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