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9. März 2017: Bernd Michallik: Beim Elterngeld muss sich was tun

Verden/Landkreis (hm). "Seit seiner Einführung haben acht Millionen Personen Elterngeld bezogen. 82 Prozent von ihnen sind der Auffassung, dass diese Leistung besonders wichtig für ihr Familieneinkommen ist. Das ist eine echte Erfolgsbilanz eines von Sozialdemokraten initiierten Gesetzes". So bewertet SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik (Langwedel) im Pressedienst der Kreis-SPD aktuelle Zahlen, die zum 10jährigen Bestehen des Elterngeldes vorgelegt worden sind.

Allerdings ist es jetzt auch an der Zeit, die nächsten Schritte zu machen. Deshalb will die SPD das Elterngeld zum Familiengeld weiterentwickeln und die Familienarbeitszeit einführen, so Bernd Michallik mit einem Blick in die Zukunft. In der Familienpolitik habe die Einführung des Elterngeldes 2007 einen Richtungswechsel bedeutet, bringt der SPD-Mann in Erinnerung. "Es orientiert sich bekanntlich am individuellen Einkommen der Eltern vor der Geburt und ermöglicht damit beiden - Müttern und Vätern - ein berufliches Kürzertreten für die Betreuung des gemeinsamen Kindes ohne große finanzielle Einschnitte."

Das ElterngeldPlus habe die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter geatärkt. "Es erkennt insbeson- dere die Pläne derjenigen an, die schon während des Elterngeldbezuges wieder in Teilzeit arbeiten wollen. Mütter und Vater haben damit die Möglichkeit, länger Elterngeld in Anspruch zu nehmen," meint der SPD-Kreisvorsitzende.

Jetzt muss nach Auffassung Michalliks aber der nächste Schritt in der Familienförderung getan werden. "Immer mehr Väter wollen einen größeren Anteil an der Kinderbetreuung übernehmen. Gleichzeitig wird die Berufstätigkeit für junge Mütter wichtiger. Deshalb ist es folgerichtig, dass die SPD jetzt als Nächstes die gesetzliche Grundlage für eine Familienarbeitszeit schaffen will", findet der SPD-Politiker.

Diese Forderung soll Eltern in ihrem Wunsch nach Zeit für Familie und Beruf unterstützen und die partnerschaftliche Aufteilung fördern. "Wenn beide Elternteile im Umfang von 80 bis 90 Prozent ihrer regulären Vollzeit arbeiten, sollen sie für bis zu 24 Monate ein Familiengeld in Höhe von 300 Euro monatlich erhalten", verdeutlicht Michallik den Vorschlag der Sozialdemokraten.

Die Familienarbeitszeit müsse auch nicht in einem Stück genommen werden. "Wir wollen erreichen, dass Eltern bei der Inanspruchnahme flexibel entscheiden können. Daher kann die Familienarbeitszeit auch später genutzt werden, spätestens bis das Kind acht Jahre alt ist. Selbstverständlich sollen auch Alleinerziehende das Familiengeld erhalten. Unser Ziel ist mehr Zeit für die Familie", betont Michallik abschließend.

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