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23. September 2016: Kinderarmut nicht hinnehmen

Der SPD-Kreisvorsitzende Bernd Michallik (Langwedel) geht kommentierend auf die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema Kinderarmut ein. Diese zeigt, dass der Anteil der Kinder, deren Familien auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind, in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen ist.

Dies ist ein Alarmsignal, findet Bernd Michallik und sieht sich dabei als Sozialdemokrat auf der Seite der Kinder und ihrer Familen sowie der großen Sozialverbände wie der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Der SPD-Kreisvorsitzende konkret: "Die Folgen von Kinderarmut zu bekämpfen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Leider muss man den Eindruck gewinnen, dass die Mehrheit der Bundesregierung dieses sozial- und bildungspolitisch überaus wichtige Thema vernachlässigen möchte. Kinderarmut darf aber nicht einfach hingenommen werden, besagt das Selbstverständnis der Deutschen Sozialdemokratie. Hier muss die Bundesregierung in ihrer Gesamtheit schnell handeln".

Dazu ist Bernd Michallik der Auffassung, dass die Verbesserung von materieller Armut nur ein Schritt ist, aber längst nicht die alleinige Lösung, um Kinder und deren Famlien aus der Armutsfalle zu führen. Die Kreis-SPD sieht wie der Sozialverband-AWO die Lösung in einer Stärkung solcher Einrichtungen, wie Kitas, Jugendzentren und Familienberatungen.

So ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Eltern für ein ausreichendes Familieneinkommen sorgen oder aber notwendige Qualifizierungs- oder Weiterbildungsangebote wahrnehmen können, eine wohnortnahe und qualitativ gute Kinderbetreuung.

Gerade starke Institutionen können nach Ansicht von Bernd Michallik Kindern das bieten, was sie zu Hause eventuell nicht bekommen können. Das Netz von Institutionen, die Familen, Kindern und Jugendlichen beratend und unterstützend zur Seite stehen, muss so dicht werden, dass jede Familie, die Hilfe benötigt, diese auch bekommt, fordert der SPD-Kreisvorsitzende.

Bernd Michallik abschließend: "Jeder Euro, der in Kinder investiert wird, muss als Investition in die Zukunft verstanden werden. Nur so können soziale Gerechtigkeit und Chancenverbesserungen hergestelt werden. Hierbei muss der Bund vorangehen. Länder und Kommunen müssen im Gleichschritt auf diesem Weg folgen".

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