Zum Inhalt springen
Dörte Liebetruth mit Bauminister Olaf Lies Foto: SPD
Dörte Liebetruth mit Bauminister Olaf Lies, der auf Initiative der Kreisverdener SPD-Landtagsabgeordneten mehrere Gespräche mit Experten rund um das Norddeutsche Zentrum Nachhaltig Bauen geführt hatte, die in die jetzt beschlossene Änderung der Niedersächsischen Bauordnung eingeflossen sind.

12. November 2021: Neue Niedersächsische Bauordnung mit Kreisverdener Anregungen geändert

Gleich mehrere Anregungen, welche die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth von Expertinnen und Experten rund um das Norddeutsche Zentrum für Nachhaltiges Bauen, dem Kreisverdener Forstverband, aus dem Handwerk und von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern in ihrem roten Rucksack mit in die Landespolitik genommen hat, sind nun vom Niedersächsischen Landtag mit einer Novelle der Niedersächsischen Bauordnung beschlossen worden:

So wurde das klimaschonende Bauen mit Holz nach dem Vorbild von Baden-Württemberg erleichtert. „Das ist wichtig, weil Holzhäuser eine deutlich bessere Klimabilanz haben als Betongebäude“, so Dörte Liebetruth. Außerdem werden sogenannte Mini-Windanlagen bis 15 Meter Höhe in Gewerbegebieten und im Außenbereich mit der Änderung der Niedersächsischen Bauordnung verfahrensfrei gestellt. Die neue Solaranlagenpflicht auf Gewerbeneubauten sei ein guter Start, Sonnenenergie verstärkt zu nutzen – mehr müsse aber folgen, so Liebetruth. Oft sei der Wunsch nach schnelleren Baugenehmigungsverfahren an sie herangetragen worden. Mit der jetzt beschlossenen Gesetzesänderung sei Niedersachsen das erste Bundesland, so Liebetruth, das Baugenehmigungsverfahren voll digitalisiere. Die elektronische Bauakte ermögliche wesentlich schnellere Entscheidungsprozesse. Ziel sei es, damit den Bau von dringend benötigten Wohnungen zu beschleunigen. Die Änderungen der Niedersächsischen Bauordnung treten zum 1. Januar 2022 in Kraft. Ergänzend zum Landtagsbeschluss dieser Woche wurde zwischen den Regierungsfraktionen eine Bundesratsinitiative vereinbart, mit der sogenannte „Tiny Houses“, wie sie auch im Landkreis Verden gebaut und genutzt werden, künftig einfacher eine Baugenehmigung für Standortwechsel bekommen können sollen.

Doerte Liebetruth Alptekin Kirci Lutz Brockmann Foto: SPD
Dörte Liebetruth (rechts) im Sommer 2019 mit dem baupolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Alptekin Kirci und Bürgermeister Lutz Brockmann beim Norddeutschen Zentrum für Nachhaltiges Bauen in Verden, wo u. a. angeregt wurde, dem Beispiel Baden-Württembergs in Sachen Holzbau zu folgen.

Vorherige Meldung: Sachverständigenrat-Gutachten: Künftige Bundesregierung muss Zukunftsinvestitionen ernsthaft angehen

Nächste Meldung: Anregung Schwenkpumpensanierung

Alle Meldungen