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7. Dezember 2016: PISA offenbart erneut Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Bildungsstrategie

Die heute veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie hat SPD-Kreisvorsitzender Bernd Michallik (Langwedel) in einer ersten Stellungnahme kommentiert. "Gut 15 Jahre nach dem ersten PISA-Schock bleibt die soziale Schieflage der wunde Punkt unseres Bildungssystems. Wir dürfen hier nicht frei nach dem Motto "Hurra, wir sind Durchschnitt" die Hände in den Schoß legen. Notwendig ist eine gesellschaftliche Bildungsstrategie, um die enge Kopplung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft zu durchbrechen

Bund, Länder und Kommunen müssen gemeinsam mit den Sozialpartnern eine solche Strategie entwickeln. Wir brauchen verbindliche Qualitätsstandards für die frühkindliche Bildung, einen Rechtsanspruch auf eine qualitativ hochwertige Ganztagsschule und den Ausbau der Schulsozialarbeit. Wir brauchen mehr Lehrer, Schulpsychologen und vor allem auch Sprachkurse und dafür qualifiziertes Personal", betont der SPD-Kreisvorsitzende..

Es muss zu denken geben, so Bernd Michallik weiter, dass mehr als 7 Millionen Menschen nicht richtig lesen und schreiben können. Rund 14 Prozent der Jugendlichen haben keine abgeschlossene Ausbildung, mehr als 45.000 verlassen in jedem Jahr die Schule ohne Abschluss. Selbst bei gleicher Leistung hat das Kind eines Akademikers gegenüber einem Arbeiterkind eine drei Mal so große Chance das Gymnasium zu besuchen. Noch immer sind die Türen unserer Hochschulen für Menschen ohne Abitur weitgehend verschlossen. Die Aufgaben sind klar. Damit der Bund für diese Aufgaben Ländern und Kommunen finanzielle Hilfen gewähren kann, ist es wichtig, dass Bund und Länder das unsinnige Kooperationsverbot jetzt aufheben, so Sozialdemokrat Michallik.

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