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16. November 2018: Umweltverträglichkeitsprüfung für Weitzmühlener Windpark

Östlich von Weitzmühlen hat der Landkreis Verden eine Vorrangfläche für Windenergie ausgewiesen. Dort plant die Windenergie-Firma wpd in zwei Teilgebieten nördlich und südlich der Autobahn die Errichtung von insgesamt bis zu vier Windenergieanlagen. Von Seiten des Waldkindergartens Lintler Buschkinners e.V. sowie weiteren Bürgerinnen und Bürgern bin ich auf Befürchtungen hinsichtlich eventueller Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen dieser Windkraftanlagen angesprochen worden. Ich begrüße den Ausbau erneuerbarer Energie für mehr Klimaschutz sowie den Ausstieg aus Kohle- und Atomenergie: Erforderlich ist aber möglichst viel Transparenz bei den Planungs- und Genehmigungsprozessen. Dabei müssen auch die Belange der Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden.

Gemeinsam mit Richard Eckermann, SPD-Fraktionsvorsitzender im Kirchlintler Gemeinderat, habe ich deswegen das persönliche Gespräch mit der Windenergie-Firma gesucht. Die wpd-Projektmanager Anne-Christin Hake und Markus Birnkraut informierten uns über die aktuellen Planungen der wpd in Weitzmühlen. Bei unserem Austausch mit den beiden wpd-Vertretern unterstützten wir den Wunsch des Waldkindergartens und vieler Weitzmühlener, dass die Firma wpd das Bauvorhaben nahe Weitzmühlen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterziehen möge. Außerdem warben wir dafür, den Standort des Waldkindergartens hinsichtlich Schall und Schattenwurf genau so zu behandeln, wie einen Kindergarten im Dorfgebiet.

wpd erklärte, ohnehin ein freiwilliges UVP-Verfahren für den geplanten Windpark Weitzmühlen vorgesehen zu haben und mit dem Waldkindergarten Lintler Buschkinners e.V. bereits seit längerer Zeit Gespräche zu führen.

Der Waldkindergarten werde während seiner täglichen Öffnungszeiten bezüglich der zulässigen Schallrichtwerte wie eine Kindertagesstätte in einem Dorfmischgebiet berücksichtigt, auch wenn er nicht im Flächennutzungsplan abgebildet sei, so wpd.

Richard Eckermann und ich begrüßen, dass wpd mit der freiwilligen Umweltverträglichkeitsprüfung Transparenz schaffen und die Öffentlichkeit beteiligen will. Diese Kooperationsbereitschaft ist vorbildlich. Ich würde mir wünschen, dass auch im Wasserschutzgebiet Panzenberg aktive Unternehmen der Erdgasindustrie so auf Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern eingehen wie das Windenergieunternehmen wpd.

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